Veranstaltungen

Benefizkonzert der Lebenshilfe mit großem Erfolg

Etwa 600 Menschen haben sich am 23. September 2017 auf den Weg ins Theater Erfurt gemacht, um Teil des 17. Großen Benefizkonzertes zu werden. Denn das MDR-Sinfonieorchester und der MDR-Rundfunkchor musizierten Mendelssohns Lobgesang op. 52 zugunsten der Lebenshilfe Erfurt. Alle Eintrittsgelder wurden für das Eltern-Kind-Wohnen gespendet, um Elternschaft mit geistiger Behinderung zu fördern.

Uwe Kintscher, der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Erfurt eröffnete das Konzert mit einer Begrüßungsrede und großer Dankbarkeit, für die zahlreich erschienenen Gäste. Birgit Diezel (CDU) kam sogar in einer Doppelfunktion, als Vorsitzende des Landesverbandes der Lebenshilfe Thüringen und als Vorsitzende des MDR-Verwaltungsrates, zum Benefizkonzert und betonte in ihrer Rede, wie wertvoll die Arbeit der Lebenshilfe ist. Denn dank jahrelanger Bemühungen gelingt es immer besser, Elternschaft mit Behinderungen von den gesellschaftlichen Tabus zu befreien.

Der Bundesvorstand der Lebenshilfe, Rolf Flathmann, war von Berlin angereist und bedankte sich für die außerordentlich gute Zusammenarbeit zwischen MDR und Lebenshilfe, die durch das Projekt „Lebenshilfe durch Musik“ nun bereits seit 20 Jahren anhält. Frau Günther vom MDR-Sinfonieorchester überreichte anschließend den Spendenscheck mit einer Gesamtsumme vom 10.850,00 €. Eine stolze Summe!

Dann hüllte sich das Publikum in Schweigen und der erste Ton des MDR-Sinfonieorchesters erklang. Es folgte ein mitreißender und hymnischer Lobgesang, der durch eine große Lebendigkeit und rhythmische Präzision geprägt war. Der begnadete Dirigent Risto Joost und die herausragenden Stimmen der Sopranistinnen Ilse Eerens und Esther Dierkes und des Tenors Maximilian Schmitt, verhalfen dem Abend zu absoluter Perfektion. Von dieser besonderen, in Faszination gehüllten Atmosphäre, werden wir noch lange zehren!

Im Anschluss an das Benefizkonzert trafen sich engagierte Interessenten zum get-together im Restaurant 1894 im Theater Erfurt, um einen intensiveren Kontakt mit der Lebenshilfe Erfurt Stiftung zu knüpfen. Dank des eleganten Ambientes des Restaurants und dem exquisiten Flying Fingerfood, wurde auch das Get-together zu einem echten Erlebnis!
Das 17. Große Benefizkonzert im Theater Erfurt war ein voller Erfolg! Wir danken allen Gästen, Mitwirkenden, Organisatoren und unseren Sponsoren: Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, NT Neue Technologie AG, Sachsen IdealTours GmbH und Kohlhardt Möbel- & Instrumententransport GmbH.

Bild 1: MDR-Sinfonieorchester und MDR-Rundfunkchor führten Lobgesang op. 52 von Mendelssohn auf. ©Lebenshilfe Erfurt

Bild 2: Herr Werner, Thüringens Sozialministerin Heike Werner (DIE LINKE), Hartmut Kalthoff von der Lebenhilfe Erfurt Stiftung, Vorsitzende des MDR-Verwaltungsrates Birgit Diezel (CDU) und Vorstandsvorsitzender des Lebenshilfe Erfurt e.V. Uwe Kintscher . (v. l.) ©Lebenshilfe Erfurt

Bild 3: Antje Tillmann MdB (CDU) und Kati Rohling Vorstandsmitglied des Lebenshilfe Erfurt e.V. (v.l.) ©Lebenshilfe Erfurt

Bild 4: Ute Günther vom MDR-Sinfonieorchester und Holger Lehmann der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe Erfurt e.V. (v. l.) ©Lebenshilfe Erfurt

 
 
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Demonstration in Berlin gegen Diskriminierung und für ein besseres Bundesteilhabegesetz

Am 7.11.2016 folgten mehr als 7000 Teilnehmer aus ganz Deutschland dem Aufruf der Lebenshilfe und demonstrierten vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen Diskriminierung und für ein besseres Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III.

Auch der Landesverband Thüringen fuhr mit einem Bus nach Berlin. Insgesamt waren Menschen mit Behinderung und Selbstvertreter aus 7 Thüringer Lebenshilfemitgliedsorganisationen dabei.
Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Ulla Schmidt, übergab hier über 151000 Unterschriften an die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese (MdB) und den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Dr. Edgar Franke (MdB), die der Forderung der Lebenshilfe für ein besseres Bundesteilhabegesetz mit voller unteilbarer Teilhabe und gegen Ausgrenzung nachhaltig Ausdruck verliehen.

Zum Abschluss der Demonstration ließen die Demonstranten viele Luftballons mit ihren Forderungen in den Himmel steigen.

Fotos: Gisela Schröter

 
 
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Inklusiver Workshop „So möchte ich wohnen!“ - Ambulante Wohnprojekte für Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf am 24.10.2016 in Jena

Am inklusiven Workshop der Lebenshilfe Thüringen e. V. in Kooperation mit der Lebenshilfe Hessen e. V. „So möchte ich wohnen!“ – Ambulante Wohnprojekte für Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf am 24.10.2016 in Jena trafen sich insgesamt 49 Personen zum Erfahrungsaustausch, davon 29 Fach- oder Leitungskräfte und 20 Menschen mit Behinderung. Von den Thüringer Lebenshilfe-Trägern mit Wohnangeboten waren 15 vertreten.

Nach Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention haben Menschen mit Behinderung unabhängig von der Art und Schwere der Behinderung das Recht ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben wollen und können nicht verpflichtet werden in besonderen Wohnformen zu leben.

Vor diesem Hintergrund werden seit einigen Jahren verschiedene neue Wohnprojekte für Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf in Thüringen und Hessen umgesetzt. Einige davon, zwei Wohnprojekte aus Hessen vom Lebenshilfe-Werk Waldeck-Frankenberg und von der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg sowie ein Wohnprojekt aus Thüringen von der Lebenshilfe Erfurt wurden zum Workshop vorgestellt.

Durch die aktive Mitwirkung der Nutzer bereits bestehender ambulanter Wohnangebote konnten Erfahrungen authentisch weitergegeben und die gemeinsame Diskussion praxisnah und lebendig gestaltet werden.
In 2 Arbeitsgruppen kamen Menschen mit Behinderung aus Wohnstätten, Außenwohngruppen und ambulant betreuten Wohnangeboten, zum Teil auch in ihrer Funktion als Heimbeiräte, selbst zu Wort und artikulierten persönliche Vorstellungen und Wünsche von Betroffenen zur Wohn- und Lebenssituation.

Im Ergebnis der Diskussion wurde deutlich, dass für einige Menschen mit Behinderung in ambulanten Wohnformen eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht wurde und sie ein Leben so normal wie möglich führen können und dass es zahlreiche weitere Menschen mit Behinderung gibt, die ihre Wohnsituation ebenfalls verändern wollen.

Dieser Workshop hat dazu beigetragen, Anregungen und Hinweise zur praktischen Umsetzung neuer ambulanter Wohnformen für Menschen mit Behinderung und höherem Unterstützungsbedarf bei der Lebenshilfe in Thüringen zu geben und diesen Prozess in der Praxis zu unterstützen. Bisher leben in Thüringen im Ambulant Betreuten Wohnen fast ausschließlich Menschen mit geringerem Hilfebedarf.

Es wurden sowohl konzeptionelle Überlegungen, Finanzierungs- und rechtliche Grundlagen, organisatorische und fachliche Aspekte angesprochen. Eine besondere Rolle spielte die Frage wie es gelingt einen Mix unterschiedlicher Unterstützungsformen, vor allem von Eingliederungshilfe- und Pflegeleistungen im Interesse der Nutzer zu verwirklichen.

 
 
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Lebenshilfe Thüringen im Gespräch mit Thüringer Parlamentariern für mehr Gleichstellung und ein Bundesteilhabegesetz ohne Verschlechterungen für Menschen mit Behinderungen

Am 30.08.2016 lud die Lebenshilfe Thüringen die Abgeordneten des Thüringer Landtages, die Thüringer Bundestagsabgeordneten sowie die Vertreter des Sozial- und Bildungsministeriums in den Thüringer Landtag ein, um bei einem gemeinsamen Frühstück ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen dabei die laufende Novellierung des Thüringer Gesetzes zur Verbesserung der Integration und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen sowie die aktuellen Entwürfe der Bundesregierung zum Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III.

Anika Schäfer, Mitglied des Lebenshilfe-Rates Thüringen, machte deutlich, dass bei der Überarbeitung des Thüringer Gleichstellungsgesetzes die Stärkung des Landesbehinderten- beauftragten und des Landesbehindertenbeirates sowie die umfassende Verwendung Leichter Sprache besonders wichtig sind. „Wir wollen dabei sein, wollen mitreden und unsere Rechte wahrnehmen, dafür brauchen wir die Leichte Sprache“, so Anika Schäfer.

Neben den Gesprächen zum Thüringer Gleichstellungsgesetz kritisierte die Lebenshilfe Thüringen die aktuellen Entwürfe der Bundesregierung zum Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz. Eine halbe Million Menschen mit geistiger Behinderung bezieht in Deutschland Leistungen der Eingliederungshilfe und ist unmittelbar betroffen von den im Juni vorgelegten Gesetzesentwürfen zum Bundesteilhabegesetz und zum Pflegestärkungsgesetz III, die im Herbst von Bundestag und Bundesrat beraten werden. Die vorgelegten Gesetzesentwürfe benachteiligen Menschen mit geistiger Behinderung.

Deshalb protestiert die Lebenshilfe Thüringen gegen die Gesetzentwürfe und diskutierte im Gespräch mit den Thüringer Parlamentariern kritisch die in den vorgelegten Gesetzentwürfen enthaltenen Regelungen zum Nachteil von Menschen mit geistiger Behinderung. Hannelore Wenzlaff, Vorsitzende des Aufsichtsrates der Lebenshilfe Erfurt, machte auf die mit den aktuellen Regelungen im Gesetzentwurf verbundenen Nachteile für ihren Sohn und die Mitbewohner einer ambulanten Wohngemeinschaft der Lebenshilfe Erfurt, die Leistungen der Eingliederungshilfe und Pflegeversicherung beziehen, aufmerksam. „Werden die derzeitigen Regelungen umgesetzt, droht teilweise für die derzeitigen Bewohner der Wohngemeinschaft der Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung. Dies ist mit den Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention nach einer inklusiven Gesellschaft und einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen nicht vereinbar“, so Hannelore Wenzlaff.

„Es ist wichtig, dass Menschen mit Behinderungen in der politischen Diskussion Gehör finden und sie sich für ihre Rechte stark machen. Das heutige gemeinsame Gespräch zwischen Thüringer Parlamentariern, Menschen mit Behinderungen, Eltern und Vertretern aus den Einrichtungen und Diensten der Lebenshilfe leistet hier einen Beitrag und ist ein wichtiger Baustein der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft, für die wir uns als Lebenshilfe Thüringen einsetzen“, so Birgit Diezel, Vorsitzende der Lebenshilfe Thüringen zum Abschluss der Veranstaltung.

Foto: Thüringer Landtag

 
 
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Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung - Landesverband Thüringen e.V.
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17. Benefizkonzert des MDR Sinfonieorchesters

Benefizkonzert 2017





























 
 
Banner Teilhabe statt Ausgrenzung
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Postkarte Motiv Zoo
Postkarte Motiv Traum

Postkarten und Banner: Lebenshilfe e.V.






 
 

Inklusiver Workshop „So möchte ich wohnen!“ - Ambulante Wohnprojekte für Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf am 24.10.2016 in Jena

Inklusiver Workshop Wohnen
 
 

 
 

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