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„Barrierefrei erinnern“ zu Gast in Stadtallendorf- Besonderer Höhepunkt während der Ausstellungszeit

Am 25.06.2022 fand eine inklusive Tandemführung durch die Ausstellung „ÉVAS APFELSUPPE oder DER DUFT VON HEIMAT“. Eine Hommage an Éva Pusztai-Fahidi und das Leben“ im Pavillon der Stadthalle Stadtallendorf statt.
Vom 09.06 bis 03.08.2022 macht die bewegende Wanderausstellung der Gedenkstätte "Topf & Söhne" Erfurt Station in Stadtallendorf. Die Wanderausstellung im Pavillon der Stadthalle zeigt mit Fotografien von Norman Hera das Leben von Éva Pusztai-Fahidi, Holocaust-Überlebende, ehemalige Zwangsarbeiterin und Ehrenbürgerin Stadtallendorfs.
Organisiert durch die Lebenshilfe Landesverband Hessen e.V, die Kolleg*innen des Projektes „Barrierefrei erinnern“ der Lebenshilfe Thüringen sowie in Kooperation mit dem Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf, konnten Interessierte am 25.06.2022 im Rahmen einer inklusiven Tandemführung noch intensiver in das Leben von Éva Pusztai-Fahidi eintauchen. Menschen mit und ohne Behinderungen führten während der 1,5stündigen kurzweiligen Führung durch die Ausstellung. Ausgehend von der Biografie der ungarischen Jüdin und Auschwitz-Überlebenden, erhielten die Anwesenden einen Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus und die Ausgrenzung und Vernichtung jüdischer Menschen. Ebenso bekamen Sie einen Einblick in das Leben von Éva Fahidi-Pusztai, deren Familie und erfuhren welche Bedeutung die Apfelsuppe für Sie hatte und immer noch hat. Auch wurde die Führung genutzt, um anhand historischer Darstellungen aktuelle Bezüge herzustellen und den Angriffskrieg auf die Ukraine zu verurteilen.
Nicht nur das Team der Führer*innen aus Thüringen war inklusiv aufgestellt. Auch die Darstellung der Fakten sowie die Sprache der inklusiven Führung waren leicht verständlich, zum Beispiel mit zusätzlichen Bildern, Piktogrammen und durch die Verwendung von Leichter Sprache. Ein Angebot, dass gleichermaßen für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung geeignet war, so wie es eben in einer inklusiven Gesellschaft sein sollte.
Foto: Alexander Mühlberger, Lebenshilfe Hessen e.V.

Das Projekt "Barrierefrei erinnern" in Stadtallendorf, v.l.n.r.: Claudia Müller, Jürgen Tasuchke, Kerstin Albrecht, Ronny Schenke, Anja Schneider
Das Projekt "Barrierefrei erinnern" in Stadtallendorf, v.l.n.r.: Claudia Müller, Jürgen Tasuchke, Kerstin Albrecht, Ronny Schenke, Anja Schneider

Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ bietet Tandem-Führung im Erinnerungsort Topf & Söhne an

Foto: M.Hagenah, Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena gGmbH
Foto: M.Hagenah, Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena gGmbH

15.06.2022 Erfurt
Im Erfurter Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz führen Menschen mit und ohne Behinderung in einer Tandem-Führung gemeinsam durch die neue Sonderausstellung "Täter, Opfer, Zeugen. Die „Euthanasie“-Verbrechen und der Prozess in Dresden 1947".
In den vergangenen Wochen haben sich die Guides in verschiedenen Workshops intensiv mit den Inhalten der Ausstellung auseinandergesetzt. Die Ausstellung thematisiert die „Euthanasie“- Verbrechen zur Zeit des Nationalsozialismus. Rund 300.000 Menschen mit Behinderungen und psychisch Kranke wurden zwischen 1939 und 1945 ermordet. „Euthanasie“ bedeutet „schöner Tod“. Die Betroffenen sollten entsprechend der verheerenden Ideologie der Nationalsozialisten von ihrem Schicksal erlöst werden.
Die Guides veranschaulichen den Besucher*innen die Inhalte mittels Biografien von Opfern und Tätern. Die Erinnerung an die Opfer soll aufrechterhalten werden.
In der Tandem-Führung wird einfache und Leichte Sprache genutzt, sodass alle Interessierten daran teilhaben können. Die 1. Führung fand am 15. Juni, weitere Führungen am 7. und 8. Oktober 2022 und nach Vereinbarung statt. Anmeldungen sind unter barrierefrei.erinnern@lebenshilfe-thueringen.de oder telefonisch unter 0361 6007188 erforderlich.
Die Sonderausstellung ist vom 11. Juni 2022 bis 29. Januar 2023 im Erinnerungsort zu sehen.

Die Tandem-Führung ist Teil des Projektes „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“. Mit dem Projekt bietet der Lebenshilfe Thüringen e.V. gemeinsam mit den Projektpartnern, dem Lebenshilfe Erfurt e.V., dem Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora inklusive Angebote zur Erinnerung und Aufarbeitung für Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen mit Migrationshintergrund an und ermöglicht Inklusion im Sinn kultureller Teilhabe. Das Projekt klärt mit inklusiven Bildungs- und Informationsangeboten auf und macht auf aktuelle Gefahren der Abwertung und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung und anderer Personengruppen aufmerksam.

"Vier stolze Guides nach der Führung" v.l.n.r.: Philipp Grenz, Birgit Martin, Nadine Schmohl und Hartmut Senf (Beschäftigte der WfbM des Saale Betreuungswerkes der Lebenshilfe Jena gGmbH. 
Foto: M.Hagenah, Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena gGmbH
"Vier stolze Guides nach der Führung" v.l.n.r.: Philipp Grenz, Birgit Martin, Nadine Schmohl und Hartmut Senf (Beschäftigte der WfbM des Saale Betreuungswerkes der Lebenshilfe Jena gGmbH.
Foto: M.Hagenah, Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena gGmbH

Tandem-Führung durch die Sonder-Ausstellung "Täter, Opfer, Zeugen. Die „Euthanasie“-Verbrechen und der Prozess in Dresden 1947"

In der Sonder-Ausstellung gibt es eine Tandem-Führung.
Das heißt:
Menschen mit und ohne Beeinträchtigung führen Sie gemeinsam durch die Ausstellung.

Wir beantworten viele Fragen:

Warum grenzten die Nationalsozialisten Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Problemen aus der Gesellschaft aus?
Welche Verantwortung haben Richter, Ärzte, Krankenschwestern, Fahrer und Büroangestellte im Rahmen der "Aktion T4" übernommen, um die Morde und die Zwangssterilisationen der Nationalsozialisten zu ermöglichen?
Was bedeutete die "Aktion 14f13"?
Was passierte mit den Tätern nach dem 2. Weltkrieg?

Mit der Führung erinnern wir auch an die vielen Opfer.

Sie dürfen nicht vergessen werden. Heute steht im Grundgesetz: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Was bedeutet das für unsere Gesellschaft heute?
Wir leisten einen wertvollen Beitrag für die selbstbestimmte sowie gleichberechtigte Teilhabe aller in der Gesellschaft.
Die Sonder-Ausstellung ist vom 11. Juni 2022 bis 29. Januar 2023 im Erinnerungsort zu sehen.

Termine für öffentliche Führungen sind am 15.06., 07.10. und 08.10.2022. Weitere Führungen sind nach Absprache möglich.

Schreiben gegen das Vergessen

Am 9. Mai 2022 hat sich das Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ an der Gedenkaktion der Künstlerin Margarete Rabow „Schreiben gegen das Vergessen“ in Erfurt beteiligt. 80 Jahre nach dem Beginn der Deportationen und der anschließenden Ermordung von jüdischen Menschen aus Thüringen wurden die Namen von 474 Opfern mit weißer Kreide auf den Boden geschrieben. Jeder Name ein Mensch, eine Geschichte, eine zerstörte Biografie, ein vernichtetes Leben. Während der Zeit des Nationalsozialismus fielen in Thüringen etwa 2.500 Menschen der antisemitischen Verfolgung zum Opfer.

Mit der Aktion soll an die Opfer erinnert und eine Auseinandersetzung mit ihnen unterstützt werden. Im Vorfeld der Schreibaktion haben sich Menschen mit Behinderungen aus der Tagesförderstätte der Lebenshilfe-Erfurt mit Opferbiografien beschäftigt und deren Namen am 9. Mai mit Kreide auf den Willy-Brand-Platz in Erfurt geschrieben.

Weitere Schreibaktionen sind im September in Meiningen, Gera und Weimar geplant.

Foto: © Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban

Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ pflanzt Apfelbaum im Rahmen des inklusiven Gedenkprojektes 1000 Buchen

05.05.2022 Weimar/Kromsdorf
Das Projekt der Lebenshilfe Thüringen e.V. „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ pflanzt anlässlich des heutigen Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen einen Apfelbaum im Rahmen des inklusiven Gedenkprojektes 1000 Buchen des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda e.V. Die Bäume des Gedenkprojektes sind lebendige Orte der Erinnerung, sie halten das Gedenken an die Todesmärsche aus Buchenwald und die Opfer der NS-Euthanasie wach.

Der 5. Mai findet jährlich seit 1992 und damit zum 31. Mal als Europäischer Protesttag statt, er will das Thema der Gleichstellung behinderter Menschen in den Blickpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit lenken. Mit dem Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ will der Lebenshilfe Thüringen e.V. gemeinsam mit den Projektpartnern, dem Lebenshilfe Erfurt e.V., dem Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora inklusive Angebote zur Erinnerung und Aufarbeitung für Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen mit Migrationshintergrund anbieten und Inklusion im Sinn kultureller Teilhabe ermöglichen. Das Projekt will mit inklusiven Bildungs- und Informationsangeboten aufklären und auf aktuelle Gefahren der Abwertung und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen und anderer Personengruppen aufmerksam machen. Ein Projektteilnehmer und Guide durch die aktuelle Sonderausstellung „Éva´s Apfelsuppe oder der Duft von Heimat. Eine Hommage an Éva Fahidi-Pusztai und das Leben“ im Erinnerungsort Topf & Söhne sagte: “Wir wollen die Menschen wachrütteln.“ „Für Menschen mit Behinderungen und auch andere Personengruppen, die auf barrierefreie Angebote angewiesen sind, existieren bisher nur wenige Informations- und Bildungsangebote über die Verbrechen des Nationalsozialismus und über aktuelle Gefahren der Ausgrenzung. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern im Rahmen unseres Projektes daran arbeiten, diese Barrierefreiheit herzustellen.“ so Katja Heinrich, Geschäftsführerin des Lebenshilfe Thüringen e.V.

Die Baumpflanzung lenkt in besonderem Maß den Fokus auf Menschen mit Behinderungen, die im Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ aktiv Angebote der Erinnerung und Aufklärung für andere Menschen schaffen und gestalten. Sie beziehen Stellung, hinterfragen Ereignisse und sagen, es ist wichtig, dass wir über diese Themen sprechen und die Geschichte nicht vergessen. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag und übernimmt mit der Baumpflanzung und der Patenschaft für den Apfelbaum Verantwortung dafür, dass die Erinnerung lebendig bleibt.

Foto: ©Tina Mosch, Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda freigegeben
Personen v.l.n.r.: Anja Schneider (Leiterin Projekt „Barrierefrei erinnern“; Jürgen Tauschke, Kerstin Albrecht (Lebenshilfe Erfurt e.V.), Claudia Müller (Projektmitarbeiterin)
Foto: ©Tina Mosch, Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda freigegeben
Personen v.l.n.r.: Anja Schneider (Leiterin Projekt „Barrierefrei erinnern“; Jürgen Tauschke, Kerstin Albrecht (Lebenshilfe Erfurt e.V.), Claudia Müller (Projektmitarbeiterin)


in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora sowie dem Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz

 

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora sowie dem Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz wollen der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Thüringen e.V. und der Lebenshilfe Erfurt e.V. inklusive Angebote zur Erinnerung und Aufarbeitung für Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen mit Migrationshintergrund in Leichter Sprache anbieten. Dabei stehen die Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus, die Erinnerung an die Opfer sowie die Sensibilisierung zu aktuellen Gefahren der Ausgrenzung im Mittelpunkt.

Gemeinsam wollen wir mit den Projektpartnern ein institutionelles Netz schaffen, das für die genannten Personengruppen über Thüringen hinaus langfristig inklusive Angebote zur Verfügung stellt. So ermöglichen wir Inklusion in Gedenkstätten und Museen im Sinn kultureller Teilhabe.


Am 28.02.2020 startete ein neues Projekt.
Im Projekt informieren wir Menschen über die Nazi-Zeit.
Wir sprechen über die Nazi-Zeit von 1933 bis 1945.
Die Nazis haben viele Verbrechen begangen.
Die Nazis haben viele Menschen aus ihrer Gesellschaft ausgegrenzt.
Das waren
- Juden,
- Sinti und Roma,
- Menschen, die poltisch anders dachten,
- Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen.
Die Nazis haben diese Menschen brutal ermordet.

Die Nazis konnten die Verbrechen nicht allein begehen.
Zum Beispiel:
Die Firma Topf & Söhne aus Erfurt hat den Nazis dabei technisch geholfen.
Heute gibt es wieder Menschen, die so denken wie die Nazis.
Bisher gibt es nur wenige Angebote in Leichter Sprache über die Nazi-Zeit.
Deshalb gibt es das neue Projekt.
Vier Organisationen arbeiten im Projekt zusammen.
- die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
- der Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz
- die Lebenshilfe Erfurt e.V. und
- die Lebenshilfe Thüringen e.V.

In dem Projekt gibt es inklusive Angebote:
Zum Beispiel Führungen in den Gedenk-Stätten und im Erinnerungs-Ort.
Die Angebote werden in Leichter Sprache sein.
Alle Menschen sollen erfahren, was in der Nazi-Zeit passiert ist.
Auch
- Menschen mit Behinderungen
- Menschen mit Lernschwieirigkeiten und
- Menschen, die Deutsch lernen.


Barrierefrei erinnern - Das Zentrum für Thüringen

Foto: Lebenshilfe Erfurt e.V.; v.l.n.r.: Alexander Eisenack (LHW Weimar/Apolda e.V.) Anja Schneider (LH Erfurt e.V.), Sandra Pohlan, Kerstin Albrecht (LH Erfurt e.V.), Claudia Müller (LH Thüringen e.V.)

 

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung - Landesverband Thüringen e.V.
Rudolstädter Str. 39
07745 Jena
Tel.: 03641 334395
Fax: 03641 336507
info@lebenshilfe-thueringen.de

 
 

Projekt "Barrierefrei erinnen - Das Zentrum für Thüringen"

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Ansprechpartner:
Anja Schneider
Tel.: 0361 6007188
Claudia Müller
Tel.: 03641 334395
barrierefrei.erinnern@lebenshilfe-thueringen.de

 
 
Aktion Mensch
 
 

Kampagne WIR für Menschlichkeit und Vielfalt

#wfmv

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