Projektlogo

Schreiben gegen das Vergessen

Am 9. Mai 2022 hat sich das Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ an der Gedenkaktion der Künstlerin Margarete Rabow „Schreiben gegen das Vergessen“ in Erfurt beteiligt. 80 Jahre nach dem Beginn der Deportationen und der anschließenden Ermordung von jüdischen Menschen aus Thüringen wurden die Namen von 474 Opfern mit weißer Kreide auf den Boden geschrieben. Jeder Name ein Mensch, eine Geschichte, eine zerstörte Biografie, ein vernichtetes Leben. Während der Zeit des Nationalsozialismus fielen in Thüringen etwa 2.500 Menschen der antisemitischen Verfolgung zum Opfer.

Mit der Aktion soll an die Opfer erinnert und eine Auseinandersetzung mit ihnen unterstützt werden. Im Vorfeld der Schreibaktion haben sich Menschen mit Behinderungen aus der Tagesförderstätte der Lebenshilfe-Erfurt mit Opferbiografien beschäftigt und deren Namen am 9. Mai mit Kreide auf den Willy-Brand-Platz in Erfurt geschrieben.

Weitere Schreibaktionen sind im September in Meiningen, Gera und Weimar geplant.

Foto: © Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban
Foto: © Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban

Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ pflanzt Apfelbaum im Rahmen des inklusiven Gedenkprojektes 1000 Buchen

05.05.2022 Weimar/Kromsdorf
Das Projekt der Lebenshilfe Thüringen e.V. „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ pflanzt anlässlich des heutigen Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen einen Apfelbaum im Rahmen des inklusiven Gedenkprojektes 1000 Buchen des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda e.V. Die Bäume des Gedenkprojektes sind lebendige Orte der Erinnerung, sie halten das Gedenken an die Todesmärsche aus Buchenwald und die Opfer der NS-Euthanasie wach.

Der 5. Mai findet jährlich seit 1992 und damit zum 31. Mal als Europäischer Protesttag statt, er will das Thema der Gleichstellung behinderter Menschen in den Blickpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit lenken. Mit dem Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ will der Lebenshilfe Thüringen e.V. gemeinsam mit den Projektpartnern, dem Lebenshilfe Erfurt e.V., dem Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora inklusive Angebote zur Erinnerung und Aufarbeitung für Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen mit Migrationshintergrund anbieten und Inklusion im Sinn kultureller Teilhabe ermöglichen. Das Projekt will mit inklusiven Bildungs- und Informationsangeboten aufklären und auf aktuelle Gefahren der Abwertung und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen und anderer Personengruppen aufmerksam machen. Ein Projektteilnehmer und Guide durch die aktuelle Sonderausstellung „Éva´s Apfelsuppe oder der Duft von Heimat. Eine Hommage an Éva Fahidi-Pusztai und das Leben“ im Erinnerungsort Topf & Söhne sagte: “Wir wollen die Menschen wachrütteln.“ „Für Menschen mit Behinderungen und auch andere Personengruppen, die auf barrierefreie Angebote angewiesen sind, existieren bisher nur wenige Informations- und Bildungsangebote über die Verbrechen des Nationalsozialismus und über aktuelle Gefahren der Ausgrenzung. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern im Rahmen unseres Projektes daran arbeiten, diese Barrierefreiheit herzustellen.“ so Katja Heinrich, Geschäftsführerin des Lebenshilfe Thüringen e.V.

Die Baumpflanzung lenkt in besonderem Maß den Fokus auf Menschen mit Behinderungen, die im Projekt „Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen“ aktiv Angebote der Erinnerung und Aufklärung für andere Menschen schaffen und gestalten. Sie beziehen Stellung, hinterfragen Ereignisse und sagen, es ist wichtig, dass wir über diese Themen sprechen und die Geschichte nicht vergessen. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag und übernimmt mit der Baumpflanzung und der Patenschaft für den Apfelbaum Verantwortung dafür, dass die Erinnerung lebendig bleibt.

Foto: ©Tina Mosch, Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda freigegeben
Personen v.l.n.r.: Anja Schneider (Leiterin Projekt „Barrierefrei erinnern“; Jürgen Tauschke, Kerstin Albrecht (Lebenshilfe Erfurt e.V.), Claudia Müller (Projektmitarbeiterin)
Foto: ©Tina Mosch, Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda freigegeben
Personen v.l.n.r.: Anja Schneider (Leiterin Projekt „Barrierefrei erinnern“; Jürgen Tauschke, Kerstin Albrecht (Lebenshilfe Erfurt e.V.), Claudia Müller (Projektmitarbeiterin)


in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora sowie dem Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz

 

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora sowie dem Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz wollen der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Thüringen e.V. und der Lebenshilfe Erfurt e.V. inklusive Angebote zur Erinnerung und Aufarbeitung für Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen mit Migrationshintergrund in Leichter Sprache anbieten. Dabei stehen die Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus, die Erinnerung an die Opfer sowie die Sensibilisierung zu aktuellen Gefahren der Ausgrenzung im Mittelpunkt.

Gemeinsam wollen wir mit den Projektpartnern ein institutionelles Netz schaffen, das für die genannten Personengruppen über Thüringen hinaus langfristig inklusive Angebote zur Verfügung stellt. So ermöglichen wir Inklusion in Gedenkstätten und Museen im Sinn kultureller Teilhabe.


Am 28.02.2020 startete ein neues Projekt.
Im Projekt informieren wir Menschen über die Nazi-Zeit.
Wir sprechen über die Nazi-Zeit von 1933 bis 1945.
Die Nazis haben viele Verbrechen begangen.
Die Nazis haben viele Menschen aus ihrer Gesellschaft ausgegrenzt.
Das waren
- Juden,
- Sinti und Roma,
- Menschen, die poltisch anders dachten,
- Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen.
Die Nazis haben diese Menschen brutal ermordet.

Die Nazis konnten die Verbrechen nicht allein begehen.
Zum Beispiel:
Die Firma Topf & Söhne aus Erfurt hat den Nazis dabei technisch geholfen.
Heute gibt es wieder Menschen, die so denken wie die Nazis.
Bisher gibt es nur wenige Angebote in Leichter Sprache über die Nazi-Zeit.
Deshalb gibt es das neue Projekt.
Vier Organisationen arbeiten im Projekt zusammen.
- die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
- der Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz
- die Lebenshilfe Erfurt e.V. und
- die Lebenshilfe Thüringen e.V.

In dem Projekt gibt es inklusive Angebote:
Zum Beispiel Führungen in den Gedenk-Stätten und im Erinnerungs-Ort.
Die Angebote werden in Leichter Sprache sein.
Alle Menschen sollen erfahren, was in der Nazi-Zeit passiert ist.
Auch
- Menschen mit Behinderungen
- Menschen mit Lernschwieirigkeiten und
- Menschen, die Deutsch lernen.


Barrierefrei erinnern - Das Zentrum für Thüringen

Foto: Lebenshilfe Erfurt e.V.; v.l.n.r.: Alexander Eisenack (LHW Weimar/Apolda e.V.) Anja Schneider (LH Erfurt e.V.), Sandra Pohlan, Kerstin Albrecht (LH Erfurt e.V.), Claudia Müller (LH Thüringen e.V.)

 

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung - Landesverband Thüringen e.V.
Rudolstädter Str. 39
07745 Jena
Tel.: 03641 334395
Fax: 03641 336507
info@lebenshilfe-thueringen.de

 
 

Projekt "Barrierefrei erinnen - Das Zentrum für Thüringen"

Projektlogo

Ansprechpartner:
Anja Schneider
Tel.: 0361 6007188
Claudia Müller
Tel.: 03641 334395
barrierefrei.erinnern@lebenshilfe-thueringen.de

 
 
Aktion Mensch
 
 

Kampagne WIR für Menschlichkeit und Vielfalt

#wfmv

#wfmv
 
 
 
 

© 2014 Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung - Landesverband Thüringen e.V. - 07745 Jena, Rudolstädter Str. 39, E-Mail: info@lebenshilfe-thueringen.de