Anhörung im Thüringer Landtag zum Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention 2.0

25.01.2019

Die Lebenshilfe Thüringen hat in allen Arbeitsgruppen mitgearbeitet, die sich mit dem Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention 2.0 beschäftigt haben, und auch Menschen mit geistiger Behinderung als Interessenvertreter beteiligt. In Ihrer Stellungnahme zu diesem Plan anlässlich der Anhörung im Thüringer Landtag am 24.01.2019 hat die Lebenshilfe Thüringen eingeschätzt, dass insgesamt viele gute Maßnahmen aufgenommen wurden, die im Interesse der Menschen mit Behinderungen sind, z. B. mehr Veröffentlichungen des Landes in Leichter Sprache, eine Infokampagne zum Budget für Arbeit oder Regelungen zur Unterstützung der Frauenbeauftragten in den Wohnstätten. Als besonders kritisch wird jedoch gesehen, dass das wichtige Thema der Angebote für alte Menschen mit (geistiger) Behinderung im Ruhestand keine Berücksichtigung fand, obwohl gerade eine ganze Generation von Menschen mit (geistiger) Behinderung nach 1945 alt wird und in den Ruhestand geht. Eine weitere wichtige Forderung der Lebenshilfe, die im Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fehlt und zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden sollte, ist die Ermöglichung einer vertrauten Assistenzperson für Menschen mit Behinderung im Krankenhaus aufgrund eines behinderungsbedingten Mehrbedarfs.

 
 
 

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