Medienmitteilung
Uni-Klinikum Jena erhält Unternehmenspreis
Akzeptanz 2010
Erfurt 16/11/2010
Das Universitätsklinikum der Friedrich Schiller Universität Jena ist Preisträger von AKZEPTANZ 2010. Der Unternehmenspreis der Lebenshilfe Thüringen wurde im 20. Gründungsjahr des Verbandes in Erfurt erstmals verliehen. Die Vorsitzende der Lebenshilfe Thüringen, Landtagspräsidentin Birgit Diezel, Wirtschaftsminister Matthias Machnig als Schirmherr und Professor Norbert Kleinheyer, Verbandsgeschäftsführer des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, übergaben den Preis an Hartwig Gauder, Leiter der Stabsstelle Gesundheitsmarketing am Universitätsklinikum Jena. Gewürdigt wurde das Kooperationsprojekt „Patientenlotsen“, das vor drei Jahren mit dem Saale Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena gGmbH ins Leben gerufen wurde. Die Porzellanfabriken Kahla und Hermsdorf erhielten Ehrenurkunden. Insgesamt waren neun Thüringer Unternehmen nominiert, die sich in vorbildlicher Weise um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben bemühen. Der Preis, dotiert mit 3000 Euro, soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden.
Um den Alltag im Universitätsklinikum Jena patientenfreundlicher zu gestalten hat der Förderverein vor drei Jahren das Projekt „Soziale Wärme“ ins Leben gerufen. Dazu gehört der Einsatz von Patientenlotsen. Drei Mitarbeiter des Saale-Betreuungswerks der Lebenshilfe Jena gGmbH begleiten die Besucher und Patienten auf dem oft unübersichtlichen Weg zu Stationen und Behandlungszimmern. Mittlerweile wird das innovative Projekt vom Universitätsklinikum der FSU Jena finanziert. „Das Projekt überwindet die weitverbreitete Vorstellung, dass Menschen mit Behinderung lediglich hilfebedürftig sind. Hier bieten sie vielmehr Hilfe und Orientierung“, begründete Birgit Diezel die Preisvergabe an das Universitätsklinikum. In der Jury saßen Vertreter des Landesverbandes der Lebenshilfe Thüringen und des Wirtschaftsministeriums, Vertreter der Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern. Der Preis ist von Beschäftigten mit Behinderung der Töpferwerkstatt des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda e.V. geschaffen worden. Verbunden ist die keramische Plastik mit 3000 Euro für einen selbst gewählten sozialen Zweck, gesponsert von der Sparkassenfinanzgruppe Hessen-Thüringen.
Insgesamt waren neun Thüringer Unternehmen für AKZEPTANZ 2010 nominiert, die Menschen mit Behinderung im eigenen Unternehmen beschäftigen oder innovative Arbeitsplätze in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung schaffen. Schirmherr Matthias Machnig: „AKZEPTANZ ist das richtige Signal, gelungene Beispiele der Integration von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und weitere Unternehmen zu motivieren, sich dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe zu stellen.“ Der Preis soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden.